Heute geht es um das Psychological Horror Narrative Exploration Game (H). Die Studioproduktion Interaktive Medien aus dem Studiengang Audiovisuelle Medien besteht aus fünf Studierenden. Diese sind alle im vierten Semester und kannten sich bereits vor dem Projekt. Die Produktion wird von Prof. Schulz und Prof. Fuchs betreut.

Das Thema ist alltäglich und fast jedem bekannt: Man verpasst abends den letzten Bus und muss den Heimweg laufen. Der einzige Begleiter: die oft unbegründete Angst, dass irgendetwas Schlimmes passiert. Die Idee für (H) basiert dabei auf einer wahren Begebenheit: Das Team hat Leute erzählen lassen, was ihnen auf dem Heimweg nach dem letzten verpassten Bus passiert ist und nutzt die Aufnahmen von einem dieser Interviews zur Untermalung im Spiel.

Das Spiel startet damit, dass man als Spieler den letzten Bus wegfahren sieht und mit der Tatsache konfrontiert wird, dass man nun den Weg laufen muss. Am Anfang ist alles noch in freundliches Sonnenlicht getaucht, nach einiger Zeit geht die Sonne allerdings unter und es wird immer dunkler und somit auch unheimlicher. Zusammen mit den eingespielten Erzählungen verwandelt sich der Weg immer weiter in einen Horrortrip, der mit einem schaurigen Höhepunkt endet.

Das Besondere an diesem Spiel ist die Atmosphäre, die durch den Sound und die Bildsprache entsteht. (H) ist sehr bildgewaltig und legt den Fokus mehr auf das Audiovisuelle als auf das Gameplay. Das Team ordnet den grafischen Stil zwischen Low-Poly und realistisch ein. Somit erinnert er entfernt an das Spiel Firewatch, ist aber etwas detaillierter. Die Farben ändern sich im Verlauf des Spiels von warmen Orangetönen zu kühlen Blau- und Lilatönen.

Auf den Soundtrack wurde besonders viel Wert gelegt. Leicht inspiriert von der Serie Stranger Things kann der Spieler beim Laufen instrumentalen Klängen lauschen, die sich mit der Umgebung ändern. Dieser adaptive Soundtrack ist wichtig, da es verschiedene Levels an Unheimlichkeit im Spiel gibt. Das Team hat sich auf den Sound fokussiert, „da es für das Horror-Genre wichtiger ist“, sagt das Team von (H).

„Das schreit doch nach Virtual Reality!“, denkt ihr? Tatsächlich hat sich das Team dagegen entschieden, um das Spiel für alle zugänglich zu machen. Daher spielt man (H) in der First-Person-Perspektive mit einem Controller am PC. Die Möglichkeit, das Spiel für VR zu implementieren, besteht allerdings. Daher können wir gespannt sein, was in Zukunft noch mit (H) passieren wird. Nächstes Semester wird das Projekt allerdings erst einmal auf Eis liegen, da sich alle Projektmitglieder im Praxissemester befinden.

Bevor sich das Team (temporär) auflöst, wollen sie das Spiel auf jeden Fall auf Indie DB zum kostenlosen Download bereitstellen. (https://www.indiedb.com/games/h-the-narrative-exploration-game) Danach besteht immer noch die Möglichkeit, das Spiel um weitere Levels oder eine größere Map zu erweitern.

(H) werdet ihr auf jeden Fall auch auf der MediaNight ausprobieren können! Bis dahin soll das Spiel komplett spielbar sein. Das Team hat bereits Playtests durchgeführt, bei denen es durchweg positive Resonanz erhielt. Mithilfe des Feedbacks können die Studierenden das Spiel an den richtigen Stellen verbessern und für die MediaNight finalisieren.

Wenn ihr noch mehr Insider-Info sucht, findet ihr diese auf den Instagram- und Facebookseiten der Studioproduktion: 

Instagram: https://www.instagram.com/h_narrative_exploration_game/

Facebook: https://www.facebook.com/hnarrativeexplorationgame/

Technische Details:

Das Team arbeitet mit der Unreal Engine, Maya, Photoshop, Illustrator, FMOD, Elias und einer Digital Audio Workstation. Die Studierenden waren außerdem die ersten, die das Programm Perforce testen durften. (Kommentar dazu: „Es ist sehr empfehlenswert für die Arbeit mit Unreal, aber es funktioniert nur, wenn nur einer mit FMOD arbeitet.) Daneben wird ein Wacom Cintiq und ganz analog auch Aquarellfarben und Papier und Pinsel eingesetzt.
Bis auf das Gras und ein paar Bäume sind alle Assets selbst gemacht.

– Julia Ruppert (29.06.18)











Das Team hat sich zur Vorbereitung sogar selbst auf eine Nachtwanderung begeben: