„Victorian“ – das ist der Name eines der Games-Projekte aus diesem Semester (WS17/18). Was momentan teils als Software-Projekt unter Prof. Radicke und teils auch komplett freiwillig läuft, wurde bereits im letzten Semester im Rahmen der Gamedesign-Vorlesung bei Prof. Ghellal begonnen. Das Team besteht dieses Semester aus insgesamt acht Mitgliedern, wobei von diesen nur sechs Studierende an der Hochschule der Medien sind. Die restlichen beiden Teammitglieder bestehen aus einem akademischen Mitarbeiter der HdM und einem Student des SAE Instituts.

Bei dem Projekt handelt es sich um ein 2D-Open-World-Rollenspiel für den PC. In einer liebevoll gestalteten, an das viktorianische England angelehnten Welt übernimmt der Spieler die Rolle eines jungen Mannes aus reichem Hause. Die dunkle Atmosphäre des Spiels rührt daher, dass die Welt von einer neuartigen Seuche befallen wurde. Der Spieler versucht, diese zu besiegen. Dafür muss er sich einen Weg zwischen feindlich gesinnten Menschen und Unmengen an Infizierten hindurch bahnen. Das Ganze funktioniert mit oder ohne Gewalt und der Spieler kann sich selbst aussuchen, für welchen Weg er sich entscheidet.

Das Besondere an „Victorian“ sind der 16-Bit-Stil und die Top-Down-Perspektive, die – abgesehen von der düsteren Farb- und Soundatmosphäre – stark an die früheren Pokémon-Spiele erinnert. Auch wenn es sich um ein vollkommen neues Spiel handelt, weckt es doch die Nostalgie und macht umso mehr Spaß, was ihr dieses Semester an der MediaNight ausprobieren könnt. Ihr werdet in einigen Wochen den Anfang der Story einer überarbeiteten Version des Games spielen können.

Die Sounds, Assets und alles andere wurden vom Team komplett selbst gemacht. Dabei wurde hauptsächlich die Unity Engine genutzt.

Im nächsten Semester möchte das Team auf jeden Fall weiter an „Victorian“ arbeiten, um am Ende ein vollständiges, ihren eigenen Anforderungen entsprechendes Spiel in den Händen zu halten. Ihr großes Ziel ist die Veröffentlichung von „Victorian“ auf Steam.

– Julia Ruppert (23.12.2017)