Vom 21. bis zum 23. August waren wir für euch auf der gamescom in Köln. Mit dabei waren Studierende der eSport-Initiative Engines Stuttgart. Was wir alles auf der gamescom erlebt haben, erzähle ich euch in diesem Bericht.

Bereits am Montag wurde ich um 13 Uhr abgeholt. Wir haben uns in Fahrgemeinschaften aufgeteilt und waren bis zum Abend zu dreizehnt in unserem Airbnb am Düsseldorfer Hauptbahnhof versammelt. Die Wohnung war mit Netflix-fähigen Fernsehern und einer SNES ausgestattet, daher verbrachten wir den ersten Abend damit, Rick und Morty zu schauen, uns zwischendurch chinesisches Essen liefern zu lassen und in allerhöchster eSport-Manier Street Fighter zu zocken. Außerdem sind wir einkaufen gegangen, um uns für die nächsten Tage mit genügend Butterbroten versorgen zu können. Messepreise sind nichts für Studenten.

Nach diesem entspannten Abend gingen wir alle eher früh schlafen, um für den ersten gamescom-Tag gut ausgeruht zu sein. Um 7:40 Uhr am Dienstag haben wir dann alle zusammen das Haus verlassen und uns Richtung Köln Deutz/Messe aufgemacht. Da wir alle Fachbesucher waren, konnten wir diesen Tag, an dem die gamescom nur für Fachbesucher und Presse zugänglich ist, kurze Warteschlangen und leere Hallen ausnutzen, um uns die wichtigsten Spiele anzuschauen und anzuspielen. Jeder hatte allerdings unterschiedliche Prioritäten, weswegen wir uns direkt in viele kleinere Grüppchen aufteilten. Da es für mich gar keine Prioritäten gab, habe ich mich einfach einer Gruppe angeschlossen und auf diese Weise als erstes die Präsentation zu „Fallout 76“ gesehen. Das neue Player versus Player-Prinzip sah sehr vielversprechend aus! Fans von Fallout können gespannt sein, was da auf sie zukommt.

Für das nächste Spiel mussten wir selbst am Fachbesuchertag schon eine halbe Stunde warten. „Marvel’s Spider-Man“ hat mir dafür großen Spaß gemacht! Ich bin absolut kein Konsolenspieler und hatte daher immer Probleme, wenn die Spiele auf der Gamescom nur mit Controller anspielbar waren, aber bei Spider-Man war der Großteil der Steuerung sehr einfach und intuitiv. Dadurch konnte ich mich besser auf das Spiel konzentrieren, was mir wirklich gut gefallen hat. Zwischen Hochhäusern hin und her zu schwingen und Gebäude senkrecht hinaufzurennen hat mir am meisten Spaß gemacht.

Danach habe ich mich mit Micha getroffen, der bald meine Hiwi-Tätigkeit übernimmt und mit mir zusammen auf der Gamescom Videos machen und Interviews führen wollte. Gestartet haben wir damit beim Stand des Game of Thrones Browser Games, denn dort stand der Eiserne Thron. Dieser war zahlreiche Fotos und Videos wert. Der restliche Tag bestand dann aus Bummeln über die Messe, alles filmen und fotografieren, was uns unter die Finger kam und Interviews in der Indie Arena führen. Kurz vor Schluss sind wir zur EA-Party gegangen, auf der es freie Getränke gab und bei der am Einlass nicht mehr kontrolliert wurde. Dort war ich allerdings nicht lange, denn die restlichen Engines-Leute waren schon draußen und haben auf mich gewartet. Also wollte ich mich auf die Socken machen, was sich aber als schwieriger herausstellte als gedacht, denn der Weg, über den ich reingekommen bin, wurde abgesperrt. Bis ich dann letztendlich draußen war, bin ich mit Hilfe von zwei Twitch-Streamern gefühlt einmal um das komplette Messegelände geirrt. Die erfolgreiche Flucht habe ich dann mit den glücklicherweise geduldigen Engines-Leuten in Köln im Hans im Glück mit Burger, Pommes und Cocktails gefeiert. Zwischendurch erreichte mich eine Nachricht von Micha. Unser Audio-Rekorder hat nicht richtig aufgenommen. Schade um die Interviews, aber dafür hatten wir ja immer noch zwei Tage.

Diese nächsten zwei Tage bestanden tatsächlich hauptsächlich daraus, in der Business Area und Indie Arena interessante Leute zu finden und mit ihnen Interviews darüber zu führen, wie ihr Karriereweg war, was sie an ihrem Job mögen und nicht mögen und was für Tipps sie für euch haben, wenn ihr auch in die Gamesbranche wollt. Kleiner Teaser: Auf das Videomaterial dazu könnt ihr euch schon freuen! Am Mittwochmorgen war ich außerdem bei der Blizzard Eröffnungszeremonie und habe mir aus der ersten Reihe angeschaut, welche beeindruckenden neuen Inhalte Blizzard für Overwatch vorgestellt hat. Zwischendurch waren wir auch alle wieder beim MFG-Empfang versammelt und haben die Mitglieder von eSports Ludwigsburg getroffen. Nachdem die Wissenschaftsministerin Theresia Bauer zusammen mit dem Geschäftsführer der MFG Baden-Württemberg eine kurze Ansprache gehalten und das Buffet eröffnet hat, gab es leckere Häppchen und Getränke für uns.

Am Mittwoch haben die Studierenden von Engines und ich uns außerdem in Schale geworfen und unsere von der Hochschule gesponserten T-Shirts getragen, was höchster Anlass für ein Gruppenfoto war:

Nach zahlreichen Videos und Fotos am Freitag unter anderem in der Cosplay Village und in der Retro Arena bin ich allmählich ans Ende meiner Kräfte gelangt. Einige der Engines-Leute waren das erste Mal in Köln und sind schon nachmittags zum Dom gefahren, Micha, ich und einige der Anderen waren allerdings noch bis etwa sechs Uhr in der Messe. Dann hieß es aber endlich Abfahrt zur Wohnung und nachdem wir noch ein keines Abschiedsvideo gedreht haben, saßen wir wie die letzten Tage auch wieder in einem rappelvollen Zug. In der Wohnung angekommen nutzten wir unsere wohlverdiente Ruhepause, bevor wir uns auf den Weg in die Düsseldorfer Altstadt machten. Dort haben wir Burger und Poutine gegessen und mit Kölsch auf die tolle Zeit angestoßen.



Die gamescom 2018 hat sich durchaus für mich gelohnt. Dabei stand weniger das Spiele Spielen, sondern mehr das interessante Menschen Kennenlernen und Netzwerken im Vordergrund. Wie ihr in den Videos sehen werdet, haben wir unter anderem mehrere Leute aus Australien kennengelernt und viel über die Games-Industrie Down Under erfahren. Diese scheint stark im Kommen zu sein! Viel mehr will ich euch aber auch gar nicht erzählen, denn ihr könnt euch noch auf ein kleines Aftermovie zur gamescom und die bereits erwähnten Interviews freuen.

Für mich war das die letzte gamescom, die ich für das Institut für Games besuchen durfte. Daher bedanke ich mich mit diesem Bericht auch bei allen, die es mir möglich gemacht haben, dieses und letztes Jahr auf die gamescom zu gehen und in den letzten anderthalb Jahren so viele Leute kennenzulernen und so viel zu lernen. Vielen Dank an alle Beteiligten!


– Julia Ruppert (26.08.18)